Wie der Mond mit dem weiblichen Zyklus verbunden ist

von Jojo

Als ich zum ersten Mal von der Verbindung zwischen weiblichem Zyklus und dem Mondzyklus gehört habe, hat sich in mir einiges getan. Es war fast so, als wäre mir ein Licht aufgegangen, das vorher einfach nicht existiert hat. Plötzlich haben sich so viele Puzzleteile zusammengefügt und ich hatte das Gefühl, mich in meiner Weiblichkeit besser zu verstehen. Zudem spürte ich auf einmal tiefe Verbundenheit mit der Natur und ihren Energien. Auch, wenn sich das für den ein oder anderen vielleicht nach Esoterik oder Spinnerei anhören mag: Der Mond nimmt Einfluss auf uns. Und insbesondere auf uns Frauen.

Er beeinflusst so unfassbar viele Dinge.Wie man sich die verschiedenen Energien der Mondphasen zu nutzen machen kann, ist uraltes Wissen, das leider heutzutage gar nicht oder kaum noch praktiziert und genutzt wird. Im Gegenteil! Wer sich damit beschäftigt und das öffentlich zugibt, der schießt sich gleich ins gesellschaftliche Aus. 

Dabei ist es doch nur logisch, dass alles in der Natur gewissermaßen miteinander verbunden ist. Schließlich ist sie nicht zufällig entstanden und war auf einmal so, wie wir sie heute vorfinden. Nein. Sie hat sich über Millionen von Jahren entwickelt und ist an vielen Stellen so unglaublich abgestimmt und funktional, dass man es kaum glauben kann.

Jedenfalls: Seit ich zufällig von der Verbindung zwischen dem Mondzyklus und dem weiblichen Zyklus erfahren habe, hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Ich glaube, die Begeisterung habe ich auch ganz deutlich in meinen Freundes- und Bekanntenkreis getragen, denn ich hatte praktisch kein anderes Thema mehr. Überall sah ich auf einmal die Paralellen und wie das Prinzip, was plötzlich für mich Sinn ergab, auch für andere Frauen funktionierte. Alles war plötzlich so logisch. Alles war plötzlich so verbunden.

"Der Mond hat mich immer schon fasziniert - ich wusste nur nie, warum."

Schon immer hatte ich ein Faible dafür, in den Himmel zu blicken und mich für die leuchtenden kleinen und größeren Punkte zu begeistern. Schon als kleines Mädchen war ich fasziniert vom Mond. Von seinem Leuchten. Seinen Phasen. Seinem Verschwinden bei Neumond. Und natürlich vom dicken Vollmond, der prächtig und mächtig auf der schwarzen Fläche klebt. Wer weiß, vielleicht war ich deshalb als Kind auch so ein extremer Fan von Sailormoon. 😉

Vielleicht steckt diese unterbewusste Faszination und Verbundenheit ja auch in jedem jungen Mädchen?

Mondphasenzyklus & weiblicher Zyklus: Was sie verbindet

Der weibliche Zyklus hat im Schnitt eine Länge von 28 Tagen. Dies ist jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich. Während manche Frauen einen recht kurzen Zyklus von 26 oder sogar wenigen Tagen haben, dauert er bei anderen hingegen bis zu 30 Tage an. In manchen Fällen sogar noch länger.

Auch der Mond folgt einem Zyklus. Er wechselt die Lichtgestalten von Neumond über Halbmond zu Vollmond über Halbmond zu Neumond.
Ein Mondphasenzyklus von Neumond zu Neumond wird auch Lunation genannt. Er dauert ungefähr 29 Tage an.

Zwei Parallelen gibt es also schon einmal:

  • Der Mond folgt einem Zyklus. Wir Frauen sind zyklische Wesen.
  • Beide Zyklen sind ungefähr gleich lang.

In alten Zeiten war das Wissen um die Verbindung von Mond & Frau weit verbreitet

Kannst du dir vorstellen, dass es mal eine Zeit gab, in der die Menstruation als “heiliges Ereignis” angesehen wurde? Heutzutage ist das nicht mehr so. Der Menstruationszyklus der Frau wird als passives Geschehen verstanden. Die Menstruation  betrachtet man nicht etwa als “lebensspendend”, sondern als “notwendiges Übel”. Muss halt sein, ist halt so. Die Periode wird verheimlicht, ignoriert und aus dem gesellschaftlichen Leben verbannt. Sie wird, kurz gesagt, tabuisiert.

In alten Zeiten wusste man um die Verbindung von Mondzyklus und weiblichem Zyklus. Schließlich konnte es kein Zufall sein, dass alle Frauen immer ungefähr zur gleichen Zeit menstruierten.

Roter und weißer Mondzyklus

Fiel der Eisprung mit dem Vollmond zusammen, so sprach man vom weißen Mondzyklus. Dieser war in den meisten Fruchtbarkeitsreligionen anerkannt, da hier die “fruchtbaren Kräfte” des Vollmondes mit der Fruchtbarkeit der Frau zusammenkamen. Deshalb steht dieser Zyklus unter dem Aspekt der “guten Mutter”.

Weniger anerkannt war der rote Mondzyklus, bei dem die Menstruation mit dem Vollmond zusammenfällt und der Eissprung bei Neumond stattfindet. Diesen assoziierte man früher eher mit den Energien des “bösen Weibs”, das die sexuellen Kräfte nicht primär für die Fortpflanzung, sondern eher zur inneren Entwicklung verwendete.

Letztendlich ist aber kein Zyklus machtvoller oder “besser” als der andere. Meistens durchlaufen Frauen im Laufe ihres Lebens beide Orientierungen. Bei vielen pendelt die Ausrichtung hin und her, bis sie sich auf eine Orientierung festlegt. Hast du schon feststellen können, in welcher Orientierung du dich befindest?

Die Frau durchläuft während ihres Zyklus vier Phasen

Wenn du dich bereits ein wenig mit deinem Zyklus beschäftigt hast und gelernt hast, kleine Zeichen und Wandlungen wahrzunehmen, hast du bestimmt schon mal festgestellt, wie sich deine Bedürfnisse und Energien im Laufe des Zyklus verändern.

Jede Frau durchläuft während ihres Zyklus vier verschiedene Phasen.

In der Mythologie wurden diese Phasen folgendermaßen bezeichnet (ich beschreibe die Phasen anhand des weißen Mondzkylus. Beim roten Mondzyklus sind die einzelnen Phasen um 180° gedreht):

Jungfrauenphase
In dieser Phase, welche die Frauen im weißen Mondzyklus zur Zeit des Neumondes erleben, herrschen dynamische Energien. Die Frau gehört nur sich selbst. Das ist die Zeit vom Ende der Menstruation bis kurz vorm Eisprung.

Mutterphase
Zur Zeit des Eisprungs wenden sich die Energien vom eigenen Selbst eher der Fürsorge für andere zu. Die Frau strahlt Liebe und Harmonie aus und agiert selbstloser. Hast du auch schon mal bemerkt, dass du während des Eisprungs wie ein Magnet auf deine Mitmenschen wirkst?

Zauberinnenphase
Wenn das nicht befruchtete Ei freigesetzt wird, beginnt sich die Frau eher mit ihrem Inneren zu beschäftigen. Sie fängt an, sich zurückzuziehen, entwickelt aber gleichzeitig sexuelle und feurige Energien. Die Intuition wird hier gestärkt, die Konzentration auf äußerliche Dinge jedoch sinkt.

Phase der Alten
Jetzt zieht sich die Frau endgültig aus dem Alltag zurück, hängt eher dem Träumen nach und versucht, das Leben langsamer anzugehen. Während der Menstruation findet sie Lösungen für Probleme und öffnet sich ihren Urinstinkten.

 

Der Mond beeinflusst unseren Zyklus

Jetzt weißt du, welche Phasen die Frau im Laufe ihres Zyklus durchläuft. Wenn du im Einklang mit deinem natürlichen Zyklus lebst, wird er sich früher oder später dem Mond angleichen – entweder in der Orientierung des weißen Mondzyklus oder in der Orientierung des roten Mondzyklus.
Wie das funktioniert? Keine Ahnung. Ich glaube nicht, dass das wissenschaftlich schon so genau erforscht ist. Aber überleg’ mal: Der Mond beeinflusst sogar Ozeane und den Meeresspiegel. Denk’ nur mal an Ebbe & Flut. Die Gezeiten entstehen durch magnetische Kräfte des Mondes. Ist es dann so erstaunlich, dass er ähnliche Effekte auch auf unseren Körper auswirkt?

Zurück zum natürlichen Gleichgewicht: Der Mond kann helfen

Es ist bestimmt nicht die Masterlösung für alle hormonellen Probleme, aber: Ich glaube und bin fest davon überzeugt, dass sich viele hormonelle Dysbalancen (die heutzutage ja gefühlt jede zweite Frau hat), auf natürliche Weise regeln lassen.

Ausbleiben der Periode? Unregelmäßigkeiten? Extreme Stimmungsschwankungen?
All diese Dinge sind meistens* nicht etwa eine Folge irgendwelcher Erkrankungen, sondern vor allem durch inneres Ungleichgewicht bedingt. Kurz gesagt: Durch Stress.

Stress kann auf so vielen Ebenen entstehen.
Schau mal: Allein durch unnatürlichen Lichteinfluss (zum Beispiel in Großstädten bei Nacht oder durch die ständige Nutzung von Smartphones und Computern) wird unser Körper unter Stress gesetzt. In alten Zeiten war der Mond nachts die einzige Lichtquelle. So wusste der Körper: Jetzt ist auch wirklich Nacht. Und bei Vollmond wusste der Körper durch die etwas höhere Lichteinstrahlung: Jetzt ist Vollmond.
Kein Wunder, dass der weibliche Zyklus diesem Leitbild folgen möchte, oder?

Sich dem natürlichen Mondzyklus wieder anzunähern, kann helfen, Stress zu reduzieren und somit den Hormonhaushalt wieder in Einklang zu bringen.

*Natürlich mag’ das nicht für alle gelten. Es ist mir nochmal wichtig zu betonen, dass das, was ich hier sage, natürlich auf persönlichen Erfahrungen und angelesenem Wissen beruht. Wenn ich sage, dass Ungleichgewichte meistens nicht auf ernsthafte Krankheiten zurückzuführen sind, dann schließe ich natürlich nicht aus, dass solche nicht auch der Grund sein können. Aber was ich sagen will: Überlegt euch bitte ganz sorgfältig, ob die Einnahme der Pille oder anderer chemischer Wundermittel wirklich die Lösung sein muss, den Zyklus wieder zu regulieren. Es gibt ganz viele andere Wege.
Ernährung, Bewegung und vor allem das Bewusstsein dafür zu schaffen, dass der weibliche Zyklus ein natürlicher Rhythmus ist, den man nicht so einfach völlig umpolen sollte.

Quellen & Bücher

Vieles was ich hier schreibe und weiß, weiß ich aus dem Buch “Roter Mond” von Miranda Grey, das ich euch hiermit sehr an’s Herz legen will. Es beschreibt auf eine ganz bildhafte Art und Weise, wie wir die Energien unseres Zyklus und der Mondphasen dafür nutzen können, ein Leben voller Kreativität, Einklang mit der Natur und Verbundenheit mit unserem Körper zu führen.

Danke, Miranda, für diese wunderbare Inspiration!

 

Zum Thema Ernährung & Hormonbalance kann ich euch die Blogs von www.generation-pille.com und www.prettyprettywell.com empfehlen.

 

Wer sich weiterführend mit dem Thema Mondzyklen und ihre Magie beschäftigen will, dem kann ich das englische Buch “Monology – working with the magic of lunar cycles” sehr empfehlen.

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